25. Februar 2022 Plaedoyer fuer den Abriss

Leserbrief von Dieter L’honneux, Kerpen-Buir:

Von Herrn Wilhelm Lambertz war leider nichts anderes zu erwarten, er hat sich ja auch mit seinen Gleichgesinnten für einen schnellen Abriss seiner eigenen Heimat stark gemacht. Die wahren Gründe hierfür dürften ja allgemein bekannt sein. Auch die besonders enge Verbindung der Familie Lambertz zu RWE ist offenkundig und nicht zu übersehen. Außerdem stellt Herr Lambertz einfach die Behauptung in den Raum, die Kirche sei vom Schimmel befallen. Kann er dies belegen? Letztendlich geht es RWE und Herrn Lambertz doch nur darum, die Fehlentscheidungen um den Abriss des alten Ortes völlig unsichtbar zu machen, dazu gehört auch der Unsinn mit der Manheimer Bucht.
Bleibt nur zu hoffen, dass die letzten verbliebenen Bürger stark genug sind, sich gegen eine Vertreibung zu wehren, das Gesetz spricht für diese Leute, denn eine Enteignung für die Gewinnung von Sand und Kies ist zum Glück nicht möglich, zumal die Abraumhalde Sophienhöhe täglich größer wird. Die Politik muss sich für die gesetzlich vorgeschriebene Rekultivierung des Tagebaulochs einsetzen, das heißt ganz klar und eindeutig, nach der Auskohlung muss die Abraumhalde Sophienhöhe zurück ins Tagebauloch befördert werden, ohne Wenn und Aber. Damit erledigen sich auch die Diskussionen über die Manheimer Bucht und die Böschungssicherheit, weil der Restsee dann viel flacher ausfällt, falls es den überhaupt mal geben wird.

Quelle:
24.02.2022 Kölner Stadt Anzeiger

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