23.-24. Januar 1999

Kunstaustellung Verheizte Heimat.
Eine Ausstellung mit Bildern von Bernhard Genreith und Texten von Bernhard Hennen zum Verlust der Heimat durch den Braunkohletagebau, am 23-24.1.’99 im evangelischen Gemeindehaus Buir.
Der Künstler Bernhard Genreith, Jahrgang 1955, geboren und aufgewachsen in der Ortschaft Pier, hat das Voranschreiten des Braunkohleabbaus und das langsame Verschwinden der Nachbardörfer von Kindheit an prägend miterlebt.
Seit Anfang 1997 hat er begonnen, seine Innenansichten in kreativer Form zum Ausdruck zu bringen und auf diese Weise seine Erfahrungen und Gefühle darzustellen.
Er möchte darauf aufmerksam machen, welche leidvollen Prozesse sowohl für einige der betroffenen Umsiedler als auch für die Natur in Gang gesetzt wurden und werden. Nach einer kurzen Station im Kirchengarten der Landesgartenschau und im Haus der evangelischen Gemeinde zu Düren werden die Bilder jetzt erstmalig in Buir zu sehen sein und später auch in weiteren Orten der Region gezeigt.
Der Schriftsteller Bernhard Hennen, Jahrgang 1966, hat das langsame Sterben der Burg Reuschenberg durch den Tagebau Hambach in Form eines Essay verarbeitet. Aus seiner Sicht als ausgebildeter Archäologe thematisiert er deshalb das Problem der Landschaftsvernichtung, die zur Vernichtung der eigenen Vergangenheit wird, denn der kundige mag im Boden zu lesen, wie in den Seiten eines Geschichtsbuchs.

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