17. Oktober 1978

Kritiker fordern neuen Teilplan

Erftkreis (tz) – Während der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister HorstLudwig Riemer am Bagger 289 grünes Licht für den Tagebau Hambach gab und das Schaufelrad des Baggers in Bewegung setzte, zogen ein paar hundert Meter weiterer Kritiker, an diesen Vorgängen auf. Mit Transparenten gaben sie ihrem Unmut über den Tagebau und die möglichen Folgen Ausdruck.
Gleichzeitig verschickte gestern eine Arbeitsgemeinschaft von vier Bürgerinitiativen (Hambach, Bergheim, Esch und Stetternich) einen Antrag an den Regierungspräsidenten in Köln, in dem die ganze Thematik noch einmal aufgerollt wird. Das Papier gipfelt in der Forderung, ein Teilplanverfahren 12/4 Ökologie und Landschaftsgestaltung – in Gang zu setzen.
Die Vertreter der Bürgerinitiativen argumentieren, die von Wissenschaftlern in ihren ausführlichen Gutachten vorgeschlagenen Auflagen seien größtenteils nicht in den jetzigen Teilplan und die Verbindlichkeitserklärung aufgenommen worden. Die Richtlinien zum Teilplan 12/1 wiesen erhebliche Mängel auf.
Als wesentlich nannten die Antragsteller, daß „keinerlei Feststellungen über die Feinstaubkonzentration lungengängige, (also gesundheitsgefährdende Mikrostäube) in den Richtlinien vorgesehen sind.“
Die Antragsteller fordern die verbindliche Festlegung aller von den Gutachtern,für notwendig gehaltenen Maßnahmen.“ Den Gemeinden empfehlen die Bürgerinitiativen, den Antrag zu unterstützen.

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger, WalterSchmühl Di.17.Okt.1978

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