10. März 1999

Leserbrief von Susanne Kaiser
Der „Stimmenfänger aus Horrem“
Für die Kerpener Grünen ist es an der Zeit aus dem Dornrößchenschlaf zu erwachen und auch um die Wähler in den kleinen Stadtteilen zu werben, denn dort entscheiden sich die Machtverhältnisse im künftigen Kerpener Stadtrat. Das eher kontraproduktive Verhalten der Grünen gegenüber den Zielen der A4-Bürgerinitiativen hindert sie jedoch nicht daran, den Versuch zu starten dort wieder einzuhaken, wo sie nach der letzten Kommunalwahl aufgehört haben. Alle Betroffenen können sich aber noch zu gut daran erinnern, wie schnell sich das Grüne Versprechen, etwas gegen den Tagebau Hambach zu unternehmen, als heiße Luft entpuppte. Bereits bei der letzten Kommunalwahl belegten die Grünen eindrucksvoll, daß sie sich lediglich Themen suchen, um sie als Medium zu benutzen, das eine oder andere Stadtratsmandat zusätzlich zu gewinnen. Um die Sache geht es Ihnen nicht, wenn sie eine Podiumsdiskussion zum Hambacher Leck veranstalten. Die unmittelbare Brisanz für Manheim und Buir wird dann bestenfalls benutzt, um damit in Garzweiler Kapital zu schlagen. Als Trittbrettfahrer bei den Bürgerinitiativen gegen die Verlegung der A4 oder den Naturschutzverbänden werden die Grünen und allen voran ihr „Stimmenfänger aus Horrem“ jedenfalls für diese Wahl abblitzen. Die Grünen sollten sich besser überlegen, wie sie dem Ausbau Niederaußems zum größten deutschen Braunkohlekraftwerk zustimmen können, wo doch genau dort unsere Heimat verheizt wird !

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