09. März 1998

Flugblatt: Hambach und Niederaußem vor Gericht – A4 im Widerspruch !
Europäer fordern Gleichbehandlung !
Der Europäische Petitionsausschuß teilte nun mit, daß die erfolgte Prüfung positiv verlaufen sei und das als nächste Instanz die Kommission der Europäischen Gemeinschaft eingeschaltet wurde. Außerdem kommt der Petitionsausschuß zu dem Schluß, dass sowohl die Hambach Petitionen als
auch die Garzweiler Petitionen auf europäischer Ebene ab sofort gleich behandelt werden, da die Grundwasserproblematik identisch ist. Diese positive Aussage der Europäer kann als weiterer Teilerfolg der Hambacher Initiativen auf dem Weg, die A4 Verlegung und das geplante Abbaggern des Hambacher Forstes, Manheims und Morschenichs zu verhindern gewertet werden.
Hambacher „Leck“ außer Kontrolle …
Die Bemühungen der Europäer, den Umweltfrevel von Rheinbraun auf ein Mindestmaß zu reduzieren, wird zeitaktuell von einem tragischen Ereignis überschattet: Seit November ’97 bricht im Tagebau Hambach unkontrolliert etwa 35000l/min Wasser ein. Etwa 20% der zu fördernden Kohle steht unter Wasser. Das einbrechende Wasser ist ca. 30 Grad warm, wird abgekühlt und in die Erft gepumpt. Die bis zu 700m tiefen Sümpfungsbrunnen dürften nun auf Hochtouren laufen. Rheinbraun hofft, den Wassereinbruch bis zum Sommer ’98 in den Griff zu bekommen. Hambach ist also zur Zeit außer Kontrolle geraten und nicht mehr beherrschbar. Die Umweltverbände warnen schon seit langem vor den unkalkulierbaren Risiken, die der Tieftagebau Hambach mit sich bringt. Dies wird auch durch Probebohrungen von 1927, 1930 und 1965 belegt. Auch das Hambacher Leck wird bereits vom Europäischen Petitionsausschuß geprüft, da Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel bis in die Niederlande zu erwarten sind. Die Reaktion der Kölner Bezirksregierung hingegen ist deckungsgleich mit dem Verhalten von Rheinbraun. Beide sehen keinen Anlaß, die Grundwasserkatastrophe näher zu untersuchen. Stattdessen ist verbale Schadensbegrenzung angesagt. Absicht oder abgesprochen ?




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