05. Mai 1999

Leserbrief von Peter Inden
Verspäteter Aprilscherz ?
Die jüngste Realsatire des Berheimer Bürgermeisters, das 30Grad warme Sümpfungswasser aus dem Tagebau Hambach für Heizzwecke zu nutzen, könnte vielleicht die Rettung der veralteten und unwirtschaftlichen Braunkohleverstromung sein !!
Ich schlage daher vor, alle zusätzlichen Sümpfungsbrunnen wegen des Hambacher Grundwassereinbruchs abzuschalten und den Tagebau Hambach bereits jetzt voll mit warmem Thermalwasser laufen zu lassen. Dies hätte für Rheinbraun und RWE gleich mehre Vorteile:
Rheinbraun könnte sich die teueren Anwaltskosten und das 16 Millionen Mark teure Bohrprogramm sparen, um die Sümpfungserlaubnis für Hambach wider besseren Wissen verlängert zu bekommen.
Die Kommunalpolitiker bräuchten bei der Genehmigung nicht mehr länger den Kopf in den Sand zu stecken, um ihre tatsächlichen protagonistischen Absichten zu verschleiern.
Rheinbraun könnte im Vorgriff auf die Zeit nach der Braunkohle bereits heute ein Thermalbad auf der Sophienhöhe errichten, um so staatlich finanzierte Vorruhestandsregelungen und Umschulungsprogramme optimal ausschöpfen.
Die aussichtslosen Versuche, die „fette“ Hambacher Kohle in ungeeigneten Kraftwerksblöcken zu verstromen, könnten sofort eingestellt werden.
Natürlich ist das alles nicht gewollt, denn sonst müssten sich Kommunalpolitker wie H.Peters ja ernsthafte Gedanken machen, statt verspätete Aprilscherze zu verbreiten.

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